Die Riester Rente


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Die Riester Rente bildet in Deutschland eine privat finanzierte Rente, die durch den Staat gefördert wird. Dabei erfolgt die staatliche Förderung durch Zulagen und die Sonderausgabenabzugsmöglichkeiten. Die Bezeichnung Riester Rente wurde durch den ehemaligen Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung Walter Riester gebildet. Er setzte sich im Zuge der Reform der gesetzlichen Rentenversicherung im Jahr 2000 / 2001 für die staatliche Förderung einer Altersvorsorge ein. Dadurch entstand die Altersvorsorgezulage.

Bei der Riester Rente handelt es sich um eine freiwillige private oder auch betriebliche Altersvorsorgemöglichkeit. Als Altersvorsorge geht sie den Weg der Kapitaldeckung. In der Regel werden bei der Riester Rente die Beiträge des Versicherungsnehmers am Kapitalmarkt angelegt. Der Versicherer bildet für jeden einzelnen Versicherten ein Deckungskapital. Das Kapital dient später der Deckung der zu zahlenden Leistungen.

Alle Beiträge werden innerhalb der Einzahlungsphase in förderfähige Sparformen angelegt. Aus der schon vorhandenen Angebotspalette haben die Anbieter der verschiedenen Vermögensanlageformen spezielle Tarife entwickelt, die die gesetzlichen Vorlagen erfüllen. Trotz der neuen Tarife bleiben die Bezeichnungen gleich. Als Sonderformen erfüllen sie jedoch sämtliche Bedingungen, die in Verbindung mit der Riester Rente definiert wurden. Durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht werden die möglichen Sparformen, die in Verbindung mit der Riester Rente angeboten werden, geprüft und zertifiziert. Mit einem solchen Zertifikat wird die Einhaltung der staatlichen Förderungskriterien bestätigt. Somit erfolgt mit diesem die Bestätigung der Förderfähigkeit. Heute zählen unterschiedliche Sparformen zu den förderfähigen Angeboten.

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Dazu gehören neben Banksparplänen verschiedene Fondssparpläne, die mit entsprechenden Auszahlungsplänen verknüpft sind. Auch die klassische private Rentenversicherung und die fondsgebundene Rentenversicherung sind fondsgebundene Sparformen. Des Weiteren gelten Pensionskassen, Pensionsfonds und Direktversicherungen als förderfähige Sparformen.

Gefördert wird die freiwillige Altersvorsorge zum einen durch die Altersvorsorgezulage und zum anderen durch einen Sonderausgabenabzug, der die Steuer reduziert. Verbraucher, die sich für die Riester Rente entscheiden, müssen darauf achten, dass die Altersvorsorgezulage beantragt werden muss. Zugleich muss sie in den Vertrag einfließen, der abgeschlossen werden soll.

Grundsätzlich werden durch den Staat nur die Anlagen gefördert, die mit einer lebenslangen, sowie steigenden oder gleich bleibenden monatlichen Rente einhergehen. Dabei erfolgt die Auszahlung mit Rentenbeginn. Anlagen der Riester Rente müssen bis zur Vollendung des 60. Lebensjahres oder bis zum Beginn der Altersrente, die durch die gesetzliche Rentenversicherung geleistet wird, gebunden sein. In der Regel dürfen Anlagen dieser Art weder beliehen noch anderweitig verwendet werden. Des Weiteren ist den Anlagen von einer Pfändung ausgeschlossen. Durch § 10 a EStG wird geregelt, welche Personen Anspruch auf die staatliche Förderung der Riester Rente haben. Ein Anspruch besteht grundsätzlich nur, wenn die Personen der unbeschränkten Steuerpflicht unterliegen.

Zu den Personen, die die Förderung in Anspruch nehmen können, gehören Arbeitnehmer. Dies gilt auch dann, wenn sie sich in der Ausbildung befinden oder in der Kindererziehungszeit sind. Auch Amtsträger, Beamte, Richter, Soldaten, sowie Wehr- und Zivildienstleistende können in Verbindung mit der Riester Rente von der staatlichen Zulage profitieren. Gleiches gilt für die Bezieher von sogenannten Lohnersatzleistungen und Übergangsgeld. Auch Versicherte, die Unterhaltsgeld, Krankengeld oder ALG I und II erhalten, können die staatliche Zulage nutzen.

Alle versicherungspflichtigen Selbständigen werden ebenso als förderfähig angesehen. Zu ihnen gehören unter anderem Künstler. Des Weiteren gewährt der Staat die Altersvorsorgezulage Arbeitnehmern und Angestellten im öffentlichen Dienst. Auch Pflegepersonen, die nicht erwerbsmäßig tätig sind, werden durch den Staat bei der Riester Rente finanziell unterstützt.

Zudem erhalten Bezieher von Vorruhestandsgeld die staatliche Zulage, wenn sie vorher Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben.

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