EU strebt weltweit verbindliche Richtlinien an
Immer wieder gerät die Bonuspolitik der Banken in die Kritik. Nun möchte die EU mit einem deutlichen Einschnitt für Änderungen sorgen. Die Europäische Union strebt derzeit Richtlinien an, die weltweit einheitlich sind und so unangemessene Boni für Banker vermeiden können. Doch die Skepsis unter den Experten ist groß. Immerhin wird letztlich noch einige Zeit verstreichen bis es zu Standards dieser Art kommen wird. Bisher kündigte die EU noch kein Zeitfenster für diese Richtlinien an und so müssen auch Finanzmanager den Meldungen noch nicht mit Angst begegnen.
Allerdings sind sich die führenden Köpfe der EU einig – es muss künftig zu gravierenden Änderungen kommen, denn nur so können Krisen, wie sie heute die Regel sind, vermieden werden. Zum Thema Banken widmete sich die EU nun einem Bonusgipfel, der im belgischen Brüssel ausgetragen wurde. Doch obwohl die Teilnehmer die derzeitige Bonuspolitik stark kritisieren, konnten die EU Mitglieder keine konkreten Ergebnisse festhalten. Bei dem Treffen der Vertreter der Mitgliedsstaaten ging es vordergründig um die Ziele, die bei dem Weltwirtschaftsgipfel im us-amerikanischen Pittsburgh vertreten werden sollen.
Während des Weltwirtschaftgipfels sollen nach der Auffassung der EU die entsprechenden Prinzipien zusammengefasst und auch konkretisiert werden. Nur wenn weltweit einheitliche Regelungen für die Bonuspolitik der Banken gelten, könnte man auch Veränderungen durchsetzen. Doch in den USA soll es letztlich nicht nur um die Bonuszahlungen gehen, sondern auch um die verschiedensten anderen Themen, die in Verbindung mit der Finanzkrise an Brisanz gewinnen konnten. So sollen schärfere Regeln für Banken weltweit verabschiedet werden. Das Ziel ist es, durch neue Regeln Krisen, wie sie derzeit weltweit vorzufinden sind, zu vermeiden.
Seit der Eskalation der Finanz- und Wirtschaftskrise trifft sich die Weltelite bereits zum dritten Mal, um nach Möglichkeiten zu suchen, die diese Einbrüche verhindern. Im Zentrum der Gespräche werden bei diesem Treffen aber auch die Schwellenländer stehen, in denen die Entwicklungen durch die Krise ins Stocken geraten sind.
Nach den Einschätzungen der EU wird es sehr schwer sein, weltweit einheitliche Regelungen durchzusetzen. Die Mitgliedsstaaten rechnen derzeit insbesondere mit einem Widerstand durch die US Regierung. Nicht zu vergessen ist bei den aktuellen Debatten jedoch, dass die riskanten Kreditgeschäfte der Banken, die letztlich auch mit den hohen Bonuszahlungen für die Manager einhergingen, die aktuelle Krise verursachten. Den schweren Folgen und einem möglichen weltweiten Zusammenbruch konnte nur durch die zahlreichen Konjunkturprogramme, die von den Industriestaaten ins Leben gerufen wurden, vorgebeugt werden. Obwohl sich langsam eine Besserung durchsetzen kann, kann derzeit kaum mit einer vollkommen Entschärfung der Lage gerechnet werden.
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