Euro ohne Zukunft?


Hat der Euro noch eine Zukunft? Was hat er uns bisher gebracht? Eben stand Griechenland unmittelbar vor der Insolvenz. Wann wird Spanien erklären, seine Schulden seien so hoch, dass die Länder der Euro – Zone auch da wieder Geld hinein pumpen müssen? Wann ist Portugal dran, dem es offensichlich nicht viel besser geht. Welche andere Staaten werden folgen?
Man muss heute zunehmend die Frage stellen, welche Zukunft der Euro hat und ob es überhaupt einen Sinn hat, den Euro in dieser verkrampften Art “stabil ” halten zu wollen, sofern hier überhaupt nochb von Stabilität die Rede sein kann.

Fünf Professoren der Wirtschaftswissenschaften bzw. des Rechtswissenschaften haben einen Tag, bevor die deutsche Regierung über das erneute Rettungspaket für Griechenland und weitere Staaten abstimmte, dagegen eine Verfassungsklage eingereicht und für die BRD eine souveräne Währung zurück zu fordern.
War es nicht ein Fortschritt, den Euro einzuführen, ein Fortschritt, dass die Mehrzahl der europäischen Länder sich der Währung des Euro anschlossen?
Vielleicht war es nie ein Fortschritt, zumindest noch nicht.

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Die Einführung des Euro bedeutete einfach, allen diesen Ländern ein gemeinsames Zahlungsmittel zu geben. Es bedeutete jedoch nicht, dass alle diese Länder ein zumindest vergleichbares wirtschaftliches Niveau hätten. Die Einführung eines Zahlungsmittels kann ein Hilfsmittel sein, die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes anzukurbeln bzw. die Entwicklung von Ländern mit verschiedenem wirtschaftlichem Niveau auf ein Level zu bringen. Wenn jedoch eine wirtschaftliche Entwicklung dieser Staaten nicht getragen wird von einem arbeitsteiligen Zusammenwirken, sondern wenn sich diese Staaten im Gegenteil eher auseinander dividieren und teilweise sogar in ihrer Entwicklung stagnieren, so kann auch eine gemeinssame Währung nichts retten.

Im Gegenteil, die Erklärung der Länder der Euro – Zone, sich gegenseitig aus dem Schuldenloch heraus zu holen ist unproduktiv und nicht dazu geeignet, wirkliche Entwicklung anzustoßen. Deshalb ist es sehr in Frage zu stelllen, nun darin eine Lösung sehen zu wollen, dass Deutschland und andere Staaten der europäischen Union Griechenland aus den Schulden heraus helfen. Welchers Land ist dann als nächstes dran? Wäre es nicht eher besser, jedes Land in die eigne Verantwortung zurück gehen zu lassen und sich mit einer eigenen Währung aus dem Schuldentief zu helfen. Ein einzelnes Land kann auch seine Währung abwerten, um zum Beispiel schnell einen Teil der Schulden abbauen zu können. Selbsttätiges, selbstbestimmtes Handeln eines Landes ist aber nicht möglich, so lange ein Land nicht mehr die Souveränität über seine Währung hat.

Demokratie und Selbstbestimmtheit eines Landes sind sehr in Frage gestellt, solange der Euro als künstliches Konstrukt weiterhin aufrecht erhalten wird. Die Lösung könnte zunächst erst einmal sein, wieder zurück zur D-Mark zu kehren, um auf einer völlig neuen Basis wirtschaftlicher, politischer und kultureller Zusammenarbeit ein neues Europa wachsen zu lassen.




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