Nach aktuellen Medienberichten möchte Frankreichs Regierung das Renteneintrittsalter erhöhen. Bisher liegt dieses im deutschen Nachbarland bei 60 Jahren. Geht es nach den Plänen der Regierung müssen die Franzosen künftig bis zum Alter von 62 oder 63 Jahren arbeiten. Schon heute ist der Widerstand der Franzosen groß. Die Anhebung des Rentenalters soll nach den Plänen der Regierung langsam erfolgen. Grund für die Erhöhung sind die Finanzlücken des Landes. Obwohl diese nicht so gravierend sind wie in Deutschland ist die französische Regierung auf der Suche nach Einsparungen. Dabei scheint sich die Anhebung des Rentenalters als überaus lukrativ zu gestalten. Die Finanzlücken des Landes konzentrieren sich derzeit scheinbar auf die nationale Rentenversicherung. Bei dieser sind die Lücken jedoch groß. Lange Zeit galt der Rentenanspruch ab 60 als das Flaggschiff der französischen Sozialpolitik. Durch die desolate Kassenlage scheint sich dieses Bild jedoch gewandelt zu haben.
Bereits in der Vergangenheit sind zahlreiche Regierungen anderer Länder an neuen Reformen bei der Rente gescheitert. Auch in Frankreich bleibt abzuwarten, ob die Pläne der Regierung auch durchsetzbar sind. Immerhin sind die Franzosen für ihre Widerstandsfähigkeit bekannt. Allerdings steht schon jetzt fest, dass die Erhöhung des Renteneintrittsalters im Land unerlässlich sein wird. Sozialisten kündigten ebenso gegenüber den Medien Widerstände an und verwiesen dabei auf eine Frage der Gerechtigkeit. Fakt ist schon heute, dass die Diskussionen im deutschen Nachbarland zunächst anhalten werden. Dabei liegt die Beschäftigungsquote der 55-64-Jährigen in Frankreich derzeit bei 39,1 Prozent und ist wesentlich niedriger als in anderen Ländern Europas. Den aktuellen Widerständen setzen sich weitere internationale Politiker entgegen.