Guttenberg: Weitere Pleiten wahrscheinlich


Nachdem in der vergangenen Woche die Pleite von Arcandor für deutliche Turbulenzen in der deutschen Wirtschaft sorgte, schafft nun auch der deutsche Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg neuen Stoff für Diskussionen. Guttenberg bestätigte gegenüber den Medien, dass während der aktuellen Krise auch weitere Unternehmen den Weg in die Insolvenz gehen müssen. Er verwies darauf, dass es sich hierbei um einen Prozess handelt, den der Staat an sich nicht aufhalten kann. Zudem könne nicht für alle Unternehmen mit Steuergeldern gebürgt werden, so Guttenberg.
In den nächsten Wochen und Monaten rechnet der Bundeswirtschaftsminister mit einem erheblichen Anstieg der Antragszahlen für Staatshilfen aus dem Konjunkturpaket. Bereits in den vergangenen Wochen sollen etwa 1300 Anträge auf Staatshilfen in Berlin eingegangen sein. Guttenberg gab hinsichtlich einer Erhöhung der Mittel jedoch Entwarnung. Insgesamt steht eine Summe von 115 Milliarden zur Verfügung, vergeben wurden bisher nur 5 Milliarden Euro.

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Guttenberg nutzte zudem die Gelegenheit, um abermals das Agieren der SPD zu kritisieren. Nach den Einschätzungen des Politikers darf es nicht zu einer Politisierung des Deutschlandfonds kommen. Während dessen setzte auch die SPD mit einem neuen Schlag gegen Guttenberg an. Andrea Nahles verwies in einem TV-Bericht darauf, dass eine Insolvenz oftmals mit der Zerschlagung des Unternehmens einhergeht. Die SPD sei demnach darum bemüht, möglichst viele Unternehmen vor der Pleite zu retten, notfalls auch mit einer staatlichen Unterstützung. Zwischen all den Diskussionen ist offensichtlich, dass der Wahlkampf bereits begonnen hat.




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5 Kommentare zu “Guttenberg: Weitere Pleiten wahrscheinlich”

  1. Promoteus
    25/02/2010 / 12:05 #

    Gerade in Zeiten der Weltweisen Finanzkrise sollte man sich bei allen Geldanlagen fragen, ob die versprochene Rendite überhaupt plausibel erscheint. Leider lassen sich viel zu viele Anleger auf windige Geschäfte ein, in der Hoffnung auf schnellen Reichtum. Dass es im Endeffekt dann aus Steuermittel wieder ausgebügelt werden muss, macht die Sache umso trauriger.

  2. Viktoria Schimmelschmitt
    15/02/2010 / 14:06 #

    Steuer-Milliarden verzocken – das können wir auch ohne Banken, pressaktuell.de/node/2796 , sagte sich das Land Niedersachsen.

  3. 4Real
    17/06/2009 / 08:58 #

    Ich glaube das die Situation noch viel schlimmer ist.
    Wie wird das nur Änden?

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