Kfz-Versicherung: Leistungsfreiheit droht bereits bei Verdacht auf Alkoholkonsum


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Bereits bei Verdacht auf Alkoholkonsum droht bei der Kfz-Versicherung die Leistungsfreiheit des Versicherers. Dies ist auch dann der Fall, wenn der Alkohol erst nach einem Unfall konsumiert wurde oder der Verdacht des Konsums besteht. Der Fahrzeughalter ist grundsätzlich dazu verpflichtet, den Schaden so gering wie möglich zu halten.


Dies gilt auch in Bezug auf die Aufklärung des Unfallhergangs. Diese darf durch den Fahrzeughalter und somit durch den Versicherungsnehmer nicht behindert werden. Den eigenen Versicherungsschutz setzen Versicherte auch dann aufs Spiel, wenn sie nach dem Unfall fahrlässig handeln. Dass es sich dabei bei einem Unfall zunächst immer um eine Schocksituation handelt, spielt keine Rolle. Das Kammergericht Berlin entschied, dass eine Kfz-Versicherung den Schaden eines Unfalls auch dann nicht zahlen muss, wenn der Versicherungsnehmer erst nach diesem Alkohol getrunken hat.

Für die Richter spielte es keine Rolle, ob der Fahrzeughalter den Alkohol vor oder nach dem Unfall konsumiert hat. Das Kammergericht Berlin erklärte, dass der Fahrzeughalter im vorliegenden Fall den Pflichten gegenüber der eigenen Kfz-Versicherung nicht nachgekommen ist und diese grob vernachlässigt hat.

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