Nach jüngsten Experteneinschätzungen verfügen zahlreiche deutsche Haushalte über Versicherungen, die sie gar nicht benötigen. Bereits seit Jahren handelt es sich bei dem Versicherungsvergleich um eine der wohl bekanntesten Möglichkeiten, um einzelne Kostenpositionen in dem eigenen Haushalt zu minimieren. Nun stellen Experten jedoch erstmals den Sinn zahlreicher verschiedenster Versicherungen in Frage. Demnach soll es zahlreiche Versicherungen geben, die zwar einen umfangreichen Schutz gewährleisten, die jedoch die meisten Haushalte nicht benötigen. So sollen durch die Wahl der richtigen Versicherungen jährliche Kosteneinsparungen von durchschnittlich 400 Euro für einen Haushalt möglich sein.
Aber welche Versicherungen benötigen Haushalte wirklich und welche können als überflüssig bezeichnet werden? So beschäftigten sich die Experten der Zeitschrift Finanztest erstmals intensiv mit dem Nutzen der einzelnen Versicherungsangebote und untersuchten, welche Versicherungen sich für Familien, Alleinerziehende und Rentner wirklich lohnen.
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Zu der Sparte der überflüssigen Versicherungen sollen nach den Angaben von Finanztest sowohl der Autoschutzbrief, als auch die Insassenversicherung gehören. Hinsichtlich der Insassenunfallversicherungen wurden deutschlandweit bereits 4,4 Millionen Verträge abgeschlossen. Bei den Autoschutzbriefen wird eine Zahl von 19 Millionen Verträgen genannt. Zudem beurteilt die Finanztest auch die Reisegebäckversicherung und eine Versicherung für das Krankenhaustagegeld als überflüssig.
Die Experten verweisen jedoch darauf, dass bei einzelnen Versicherungen auch unterschieden werden muss. So kann die Kapitallebensversicherung nicht grundsätzlich als überflüssig bezeichnet werden.
Eine solche Versicherung lohnt sich vor allem für Gutverdiener, die in der individuellen Steuererklärung den Sparfreibetrag vollkommen ausschöpfen möchten. Für Haushalte mit Kindern bietet sich zudem die Risikolebensversicherung an.
Zudem sollten Eltern separate Sparmöglichkeiten ins Auge fassen. Diese könnten unter anderem für die Ausbildung der Kinder genutzt werden. Eine gute Alternativ ist nach den Einschätzungen der Experten ein
Bankensparplan.
Die Deutschen sind nun mal sehr versicherungsfreudig. Ich kann mir das recht gut vorstellen, dass Einzelne Versicherungen haben, die sie eigentlich gar nicht brauchen.