In den vergangenen Tagen wurden die ersten Umsatzzahlen der ostdeutschen Wirtschaft vorgelegt. Nachdem bereits zuvor über ein mögliches Wachstum spekulierte wurde, zeigen die aktuellen Zahlen zwar, dass die ostdeutsche Wirtschaft langsam in Schwung kommt, die Entwicklung jedoch nicht so positiv sind, wie man vermutete.
Vor allem in der Industrie scheint sich die Entwicklung derzeit noch recht schleppend zu gestalten. Auch das IWH in Halle verwies darauf, dass der kräftige Aufschwung des letzten Quartals 2009 in den ersten drei Monaten 2010 nicht gehalten werden konnte. Demnach war das überzeugende Wachstum ausschließlich von kurzer Dauer und muss sich nun ein wenig in die Schranken weisen lassen. Vor allem während der Wintermonate waren die Entwicklungen der ostdeutschen Wirtschaft alles andere als vielversprechend. Wirklichen Schwung bekamen die Unternehmen erst wieder im Frühjahr. Während der Wintermonate stagnierte die gesamtwirtschaftliche Produktion.
Ein leichtes Minus lässt sich nach den Berechnungen des IWH beim BIP erkennen. Der Verlust beläuft sich auf 0,1 Prozent. Das IWH verwies im Rahmen der Zahlenpräsentation in erster Linie auf die Gründe. So sorgten vor allem die witterungsbedingten Ausfälle der Bauwirtschaft für ein deutliches Minus. Auch die Umsatzrückgänge des Handels und die sinkenden Absatzzahlen beim KFZ-Verkauf hinterließen sehr deutlich ihre Spuren. Das IWH verwies des Weiteren darauf, dass auch die andauernde Konsolidierung des Personalwesens im öffentlichen Dienst bei der Auswertung nicht außer Acht gelassen werden darf.
Alles in allem lässt sich bei den aktuellen Zahlen deutlich erkennen, dass die ostdeutsche Wirtschaft zwar an einem leichten Wachstum anknüpfen kann, sich jedoch den Entwicklungen in Westdeutschland geschlagen geben muss.