Seit Wochen beschäftigt sich die Regierung der Bundesrepublik Deutschland mit der Thematik der Bad Banks. Viele Politiker sehen sie als Wundermittel für den Weg aus der Krise an. Sie sollen den Finanzmarkt stabilisieren und die Kreditvergabe ankurbeln. Aber immer deutlicher häufen sich auch die einzelnen Kritikpunkte. Für die Bad Banks in Deutschland soll durch den deutschen Staat gebürgt werden und somit auch durch die Steuergelder der Menschen.
Im Vergleich zu anderen Ländern strebt die deutsche Bundesregierung jedoch nicht die Gründung einer Bad Bank an, in der sich letzten Endes alle toxischen oder auch faulen Wertpapiere der Banken wieder finden. Peer Steinbrück favorisiert vielmehr die Gründung mehrerer Bad Banks.
Werbung:
Diese sollen durch die jeweiligen Finanzunternehmen erfolgen. Infolge dessen sollen sich die Finanzunternehmen in der Republik in einen guten und einen schlechten Teil aufspalten. In den „schlechten Teil“ sollen sich schließlich die toxischen Wertpapiere befinden. Während die Regierung nun eine schnelle Lösung für die Bad Banks anstrebt und eine entsprechendes Gesetzesänderung bereits im Mai im Kabinett vorhanden sein soll, wächst jedoch weiterhin die Uneinigkeit zwischen den einzelnen Ländern.
Immerhin handelt es sich auch bei den Landesbanken um Finanzunternehmen, die derzeit massiv unter den Auswirkungen der Krise leiden. Zudem spitzt sich die Lage in einzelnen Landesbanken deutlich zu. Derzeit strebt die Bundesregierung die Konsolidierung der Landesbanken an. Diese soll vor allem durch die Änderungen in dem Finanzmarktstabilisierungsgesetz erfolgen.
Ob die Bad Banks wirklich eine Lösung sind ist fraglich. Allerdings sollte man mal bedenken, dass ein klassisches Unternehmen auch nicht einfach irgendwelche Schulden oder faule Anlagen auslagern kann.