Spekulanten avancieren zum neuen Feindbild der Politik


Immer deutlicher entwickeln sich Spekulanten zum Feindbild der deutschen Politik. In deutschen Regierungskreisen ist man sich scheinbar einig, dass die Angriffe und vor allem die Macht, die die Finanzjongleure haben, abgewehrt werden muss. Doch die Frage nach dem Wie bleibt noch immer unbeantwortet. Nicht zuletzt ist es die Unklarheit, die viele Politiker in die Unsicherheit treibt. Immerhin steht bis heute nicht eindeutig fest, ob wirklich die Spekulanten, die sich als überaus risikofreudig präsentieren, für den immensen Druck verantwortlich sind. Derzeit mehren sich Stimmen, dass auch die Verbraucher, die nur noch selten Risiken eingehen möchten, für das Absacken des Euros verantwortlich sein könnten.

Fakt ist jedoch, dass die Pleite Griechenlands und das geschnürte Rettungspaket noch lange die Gemüter der Politik beschäftigen werden. Ebenso deutlich ist, dass viele Politiker kein Blatt vor den Mund nehmen. So sprach der Luxemburger Premierminister, Jean-Claude Juncker, bereits von international organisierten Attacken, die sich gegen den Euro richten. Auch Angela Merkel folgt dieser Aussage und griff mit anderen Worten gleiche Inhalte auf.

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Ein wenig drastischer sprach Anders Borg, der Finanzminister Schwedens, von der aktuellen Situation und verwies auf ein Wolfsrudel.

Finanzexperten stellen sich den Aussagen der Politiker jedoch entgegen und verweisen auf die zahlreichen Gründe, die dafür verantwortlich sind, dass der Euro als Währung schwächelt. Unter anderem müsse nach Einschätzungen von Banken-Professor Martin Faust die Staatsverschuldung genannt werden. Nicht zuletzt nimmt das geringe Wirtschaftswachstum einen erheblichen Einfluss auf die derzeitigen Entwicklungen. Wolfang Gerke, Bankenprofessor, verwies gegenüber Medien darauf, dass die Politik durch die Spekulanten von den eigenen Fehlern ablenken möchte.




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