Steuereinnahmen aus Kapitalerträgen sind 2010 deutlich gesunken


Im vergangenen Jahr sind die Steuereinnahmen aus Kapitalerträgen nach aktuellen Berichten deutlich eingebrochen. Demnach verzeichnete der Bund im Vergleich zum Vorjahr ein deutliches Minus in Höhe von 3,7 Milliarden Euro.

Wurden 2009 noch Steuereinnahmen mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 12,4 Milliarden Euro erreicht, beliefen sich diese 2010 nur noch auf 8,7 Milliarden Euro. Seit der Einführung der pauschalen Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent im Januar 2009 sinken die Steuereinnahmen aus Kapitalerträgen deutlich. So lagen diese im Jahr 2008 noch bei 13,5 Milliarden Euro. Im Vergleich zu 2010 handelt es sich um ein Plus von 5 Milliarden Euro.

Nach Schätzungen des Finanzministeriums muss auch in diesem Jahr mit geringeren Einnahmen gerechnet werden. So geht das Ministerium davon aus, dass die Einnahmen auf wenig mehr als 8 Milliarden Euro sinken werden. Aufgrund der aktuellen Entwicklung fordert die Deutsche Steuergewerkschaft die Abschaffung der Abgeltungssteuer. Der Vorsitzende der DSTG erklärte, dass die derzeitige Entwicklung ein Beweis für das Scheitern der Reform ist. Die Abgeltungssteuer wurde im Januar 2009 eingeführt und gilt für Zinserträge, Wertpapiergeschäfte und Dividenden.

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