In den vergangenen Tagen stellte Angela Merkel das Sparpaket der deutschen Bundesregierung vor. Nachdem der Bund auf einer zweitägigen Klausur über Sparmöglichkeiten für das Milliardenloch tagte, steht nun fest, dass vor allem bei den Sozialausgaben der Rotstift angesetzt wird. Im Voraus wurde über zahlreiche Steuererhöhungen debattiert. Genannt wurde die Erhöhung der Mehrwertsteuer ebenso wie die Änderungen bei der Einkommenssteuer. Nun steht fest, dass die Mehrwertsteuer in ihrer jetzigen Form zwar erhalten bleiben wird, die Regierung aber bei den Sozialausgaben sparen möchte. Besonders Hartz-IV-Empfänger sind von den Sparbeschlüssen der Bundesregierung betroffen. Für sie wird das Elterngeld vollständig gestrichen. Auch der Heizkostenzuschuss, der in der Vergangenheit gewährt wurde, fällt Merkels Rotstift zum Opfer. Doch auch beim allgemeinen Elterngeld wird es zu Abstrichen kommen. Dieses soll sich nach Aussagen der Bundesregierung deutlich minimieren.
Für den Sommerurlaub 2010 müssen Deutsche zudem mit höheren Flugpreisen rechnen. So gab die Kanzlerin eine Luftverkehrssteuer bekannt, die künftig alle Flüge betreffen wird. Doch nicht nur der klassische Arbeitnehmer ist von den Spareinfällen des deutschen Bundes betroffen. Auch die Bundesbeamten müssen sich auf Einschränkungen einstellen.
Davon betroffen ist vor allem die Besoldungserhöhung, die im Jahr 2011 zunächst ausfallen wird. Des Weiteren sollen bis zum Jahr 2014 15.000 Stellen in den Bundesbehörden abgebaut werden. Bereits vor Bekanntgabe der Einsparungen stand fest, dass deutschen Bürgern harte Zeiten bevorstehen. Nicht zuletzt mehren sich mittlerweile die Kritikpunkte am Sparpaket. Zudem darf nicht außer Acht gelassen werden, dass es sich hierbei wohl nur um den Anfang des Sparpaketes handeln dürfte, sodass Steuererhöhungen in den kommenden Jahren nicht ausgeschlossen werden können.