Am 6. Mai 2010 soll in Berlin die aktuelle Steuerschätzung präsentiert werden. Die aktuelle Schätzung bezieht sich auf den Zeitraum von 2010 bis 2013.
Nach bisherigen Medienberichten werden Bund, Länder und deutsche Kommunen bis 2013 rund 48 Milliarden Euro weniger Steuern einnehmen als zunächst erwartet wurde. Allerdings sind die Steuereinnahmen so hoch wie noch nie zuvor. Die schwarz-gelbe Koalition möchte die Steuerschätzung den Entscheidungen hinsichtlich optionaler Steuersenkungen zugrunde legen. Anhand der bisher bekannten Informationen bleibt jedoch abzuwarten, ob die schwarz-gelbe Koalition nach der Vorstellung der Zahlen an den angekündigten Steuersenkungen festhalten wird. Immerhin steht schon heute fest, dass der Bundeshaushalt tief in den Schulden steckt. Durch Steuerentlastungen wird es zu weiteren Belastungen für die Bundesregierung kommen.
Bei der aktuellen Steuerschätzung werden verschiedene Faktoren einbezogen, die sich in naher Zukunft auf die Bundesrepublik Deutschland auswirken werden. Beachtung findet auch die Milliardenhilfe für Griechenland, die in den vergangenen Tagen vom deutschen Bund beschlossen wurde und öffentlich für deutliche Kritik sorgte. Ebenso wird auf die zu erwartende Entwicklung des Euro-Raumes eingegangen. Durch die Pleite Griechenlands und finanziellen Schwierigkeiten anderer Länder wackelt die einst so starke Einheitswährung. Somit könnte es langfristig im gesamten Euro-Raum zu schwerwiegenden Problemen kommen, die die Bundesrepublik Deutschland als größte Volkswirtschaft der Region nicht unberührt lassen werden.
Schon heute wünschen sich 70 Prozent aller Deutschen die DM zurück. Obwohl die Steuerausfälle dem Bundeshaushalt stark belasten werden, hält die FDP auch weiterhin an den Plänen für Steuersenkungen fest. Wie gut sie diese realisieren kann, bleibt jedoch abzuwarten.