Bereits kurze Zeit nach der Präsentation des Sparpaketes der Bundesregierung sorgte die erste Kritik für öffentliches Aufsehen. Auch nachdem einige Tage seit der Vorstellung vergangenen sind, reißen die Debatten um das Sparpaket nicht ab. Inzwischen gelten die Maßnahmen, die durch die Regierung beschlossen wurden, als unsozial. Aber nicht nur die Betroffenen melden sich immer öfter mit Kritik zu Wort, sondern auch die deutschen Millionäre, die von den Plänen der Regierung nicht betroffen sind. Viele bestätigten nun öffentlich, dass sie dazu bereit seien, mehr zu zahlen. Nach Medienangaben fürchten sie derzeit um den sozialen Frieden im Land. Schon vor einigen Wochen wurde bekannt, dass deutsche Millionäre mit Zahlungen die Schuldenlast des Staates minimieren wollten. Bisher wurde dies jedoch weitestgehend von der Regierung abgelehnt.
Währenddessen wächst aber auch der Volkszorn im Land. Vermögende beteiligen sich immer öfter an der Kritik, die gegen den Bund gerichtet wird, da auch sie zur Sanierung des Staatshaushaltes beitragen wollen.
Peter Krämer, Millionär und Hamburger Reeder, verwies nun auf eine erneute Einführung der Vermögenssteuer, die sich jedoch ausschließlich auf das Privatvermögen beziehen sollte. Auch er bestätigte, dass vor allem die Reichen zur Kasse gebeten werden sollte. Derzeit konzentriert sich das Sparpaket der Bundesregierung auf massive soziale Einschnitte, die vor allem die Ärmsten des Landes treffen werden. Auch SAP-Mitbegründer Dietmar Hopp, der in Deutschland zu den Reichsten gehört, spricht sich in diesen Tagen für einen höheren Spitzensteuersatz aus. Doch bei den Aussagen der Reichen geht es weniger um das Herz der Gerechtigkeit als vielmehr um die Angst, die vor allem Vermögende in diesen Tagen haben. Soziale Unruhen sind infolge des Sparpaketes nicht auszuschließen.
Reiche wollen dem Staat helfen, ihn zu entlasten? Wieso nehmen die das dann nicht an? Komisch, das ist ja, wie wenn jemand hungrig ist und jemand steht vor ihm mit einem Sandwich und schlägt es ihm aus der Hand. Eigenartigt bzw. schade. Man könnte Probleme so leicht aus der Welt schaffen und macht es sich lieber so schwer.