Wird die Schweinegrippe zum wirtschaftlichen Todesvirus?


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Nachdem in den vergangenen Wochen die weltweite Krise für erhebliche Problemstellungen in den Unternehmen sorgte, scheint sich nun die Schweinegrippe zu einem wirtschaftlichen Todesvirus zu entwickeln. Mitten in der Wirtschaftskrise trifft der Virus vor allem die Reiseunternehmen und den Luftverkehr. Für Unternehmen, die bereits jetzt um die eigene Existenz bangen, könnte sich die Schweinegrippe zum Todesurteil entwickeln.
Experten warnen schon jetzt vor der drohenden Insolvenzgefahr einiger Konzerne.
Die Unternehmen der Luftfahrtbranche bangen bereits seit Wochen um ihre Existenz. Die weltweite Krise führt zu sinkenden Nachfragezahlen und somit auch zu erheblichen Problemen in den Konzernen. Kurzarbeit und Stellenabbau treffen immer mehr Betriebe und eine Lösung scheint derzeit nicht in Sicht zu sein. Viele Unternehmen der Luftfahrt sind bereits in die roten Zahlen gerutscht.

Bereits im vergangenen Jahr mussten etwa 23 Gesellschaften, die der IATA angehören, den eigenen Bankrott öffentlich bekanntgeben. Der Generaldirektor der IATA, Giovanni Bisignani, rechnet damit, dass diese Zahl 2009 einen sprunghaften Anstieg verzeichnen könnte. Im März dieses Jahres musste die Zahl der Passagiere im Vergleich zum Vorjahr bereits ein Minus von etwa 11,1 Prozent verzeichnen. Stärker traf es jedoch den Gütertransport mit einem Minus von 21,4 Prozent. Von einer Besserung kann derzeit nicht ausgegangen werden, denn die Schweinegrippe verbreitet sich mit rasender Geschwindigkeit auf allen Kontinenten. Die aktuellen Entwicklungen können mit denen aus dem Jahr 2003 verglichen werden, als die Lungenkrankheit SARS für Verunsicherung bei den Menschen sorgte. Jedoch scheint das Ausmaß der Schweinegrippe wesentlich gravierender zu sein.

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Allerdings ist es nicht die Schweinegrippe selbst, die sich zu einer Art Todesspritze für die Unternehmen der Reisebranche entwickeln könnte. Vielmehr ist es die Angst der Menschen vor dem Virus. Bereits in den vergangenen Tagen bestätigten immer mehr Unternehmen, dass sie schon die ersten Auswirkungen des Virus zu spüren bekommen. Vor allem die Reisen nach Mexiko leiden unter dem Virus. Immer mehr Kunden stornieren die bereits gebuchten Reisen und bleiben im eigenen Land oder weichen auf europäische Destinationen aus. Nach den Angaben der deutschen Bundesregierung halten sich derzeit in Mexiko etwa 9000 Feriengäste auf. Doch die Angst vor der Schweinegrippe und ihren wirtschaftlichen Folgen wächst derzeit auch bei den international tätigen Transportunternehmen.

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